Eine Einrichtung der Stiftung der Cellitinnen e.V.
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Beckenbodenzentrum

Beckenbodenzentrum

Herzlich willkommen im Beckenbodenzentrum Köln- Süd

Senkungsbeschwerden sowie Harn- und Stuhlinkontinenz verschiedener Schweregrade sind überaus häufig. Etwa ein Drittel aller Frauen leiden im Laufe ihres Lebens unter einer Funktionsstörung des Beckenbodens. Neben einer Harninkontinenz kann die Beckenbodenschwäche zu einer Senkung (Deszensus) der weiblichen Genitalorgane (Gebärmutter, Scheide, Blase, Enddarm) führen und entsprechende Beschwerden wie Druckgefühl, Schmerzen, Juckreiz oder wiederholte Infektionen hervorrufen. Dabei stellen Harninkontinenz und Senkungsleiden jeweils eigenständige Krankheitsbilder dar, die jeweils allein, aber manchmal auch in Kombination auftreten können. Oft beginnt die Erkrankung schleichend, hat aber mit zunehmender Beschwerdesymptomatik einen gravierenden Einfluss auf die Lebensqualität, und es besteht ein hoher Leidensdruck. Nach wie vor sind Beckenbodenschwäche und Inkontinenz Tabuthemen. Die Betroffenen reden daher zu selten mit ihren betreuenden Ärzten über ihre Probleme und erhalten daher auch keine Hilfe!

Unser Anliegen ist es, dieses Dilemma im Rahmen unserer Spezialsprechstunde zu beseitigen und den Betroffenen Hilfe und Therapiemöglichkeiten aufzuzeigen!

Das Beckenbodenzentrum Köln-Süd hat es sich zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Störungen und ihre Ursachen zu klären und für jede Patientin ein individuelles Therapiekonzept zu entwickeln. Nicht selten handelt es sich um komplexe Befunde mit Beteiligung verschiedener Organsysteme des Beckens wie Blase und Harntrakt oder Enddarm und Verdauungstrakt. Es bedarf daher einer interdisziplinären Betreuung.
Dazu steht den urogynäkologisch versierten Frauenärzten ein Team weiterer Spezialisten wie Chirurgen, Urologen, Neurologen und Physiotherapeuten zur fachübergreifenden Zusammenarbeit zur Seite.
Leiden Sie unter den Symptomen der Harninkontinenz, Blasenentleerungsstörungen oder Senkungsbeschwerden (vaginalem Druckgefühl, Schmerzen, wiederholten Infektionen etc.), so kann Ihr/e betreuender/e Frauenarzt/ärztin Sie zur weiteren Untersuchung oder Therapieplanung in unserer Urogynäkologischen Spezialsprechstunde vorstellen!

Da ein Heilerfolg bei Erkrankungen des weiblichen Beckenbodens nur durch ein differenziertes Behandlungskonzept auf der Basis einer exakten Diagnosestellung zu erreichen ist, sind die sorgfältigen Untersuchungen besonders wichtig.


Was erwartet Sie in unserer Sprechstunde?

Durch eine ausführliche Befragung (Anamnese), auch unter Verwendung eines standardisierten Fragebogens, werden wir uns einen ersten Eindruck über Ihre Beschwerden machen.

Im Anschluss daran wird im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung mittels Tastuntersuchung und Ultraschall ein umfassender Befund erhoben, um den Schweregrad der Genitalsenkung und / oder der Harninkontinenz zu bestimmen. Auch eine Urinuntersuchung gehört zur Befunderhebung, insbesondere zum Ausschluß einer Harntraktinfektion dazu. Zusätzlich kann zur weiteren Aufschlüsselung der Beschwerden, insbesondere zur Differenzierung der verschiedenen Inkontinenzformen (Stressharninkontinenz und Drangharninkontinenz) eine sog. Blasendruckmessung (Urodynamische Untersuchung/ Urodynamik) erforderlich sein.

Bei der Urodynamik wird ihre Blase über einen Einmalkatheter mit physiologischer Kochsalzlösung gefüllt und im Anschluss die gefüllte Blase in ihren Reaktionen (Füllungsverhalten, Harndranggefühl, etc.) untersucht, sowie die Kraft des Blasenverschlussmechanismus gemessen und beurteilt. Diese Untersuchung kann im Rahmen des Erstkontaktes, gelegentlich aber auch bei einem zweiten Untersuchungstermin durchgeführt werden.

Anhand der Ergebnisse der sorgfältigen Untersuchung kann dann ein individueller Therapieplan erstellt werden. Dieser wird, soweit möglich, bereits am Ende der Untersuchung mit Ihnen besprochen und Ihrem behandelnden Gynäkologen in schriftlicher Form mitgeteilt.
An erster Stelle des Behandlungsplanes stehen die nicht-operativen (konservativen) Behandlungsverfahren wie z.B. spezielle Beckenbodengymnastik , Biofeedback- und Elektrostimulationstherapie. Sie können gut mit einer lokalen Hormontherapie mit Östrogenen kombiniert werden.

Bei einer Stressharninkontinenz können zur Beschwerdebesserung auch Inkontinenztampons für bestimmte Lebenssituationen unterstützend eingesetzt werden.
In Abhängigkeit der Diagnose kann auch eine medikamentöse Therapie, z.B. bei Drangbeschwerden hilfreich sein.

Zur Therapie einer Senkung können Pessare (Ring-, Schalen- oder Würfelpessare) individuell angepasst und vorübergehend oder dauerhaft zum Einsatz kommen.
Sollte eine Operation notwendig werden, kann evtl. auch schon ein Termin zur stationären Aufnahme bzw. Operation vereinbart werden. In Abhängigkeit der vorliegenden individuellen Störung gibt es dabei eine Vielzahl individualisierter Operationsverfahren:

Operative Verfahren zur Beseitigung einer Beckenbodensenkung

  • Zentrale Stabilisierung (mit oder ohne Gebärmutterentfernung) bei Scheiden- / Gebärmuttersenkung (zentraler Defekt, Partial-/ Totalprolaps uteri et vaginae) z.B. OP nach Amreich-Richter, d.h. Fixation des Scheidenrohres (Kolposakropexie) von der Scheiden aus (von vaginal) oder von abdominal, d.h. abdominale Kolposakropexie mittels minimal invasiver Schlüssellochchirurgie (laparoskopisch) oder über einen Bauchschnitt
  • Vordere Plastik (anterior repair) bedeutet eine Blasenhebung von der Scheide aus bei Blasensenkung ( Zystozele, vorderer Defekt)
  • Hintere Plastik (posterior repair) entspricht einer Darmversenkung von der Scheide aus bei Darmvorfall (Rektozele, hinterer Defekt)
  • Vordere / hintere Plastik unter Zuhilfenahme eines Kunststoffnetzes (MESH-Einlage) bei Rezidivdefekten, d.h. bei Wiederauftreten eines Beckenbodenschadens nach operativer Korrektur oder bei sehr schlechten Bindegewebsverhältnissen bei der Erstoperation
  • Einlage spannungsfreier Urethralschlingen (TVT, TOT)
  • Kolposuspension (Blasenanhebung) nach Burch über einen Bauchschnitt
Prof. Dr. med. J. C. Schmolling (Mitglied der AGUB)
Dr. med. E. Göpfert
Dr. med. C. Tratz
Prof. Dr. med. K.T.E. Beckurts
Dr. med. Simone Sparwel
Prof. Dr. med. Jan Brabender, Klinik für Visceralchirurgie, spezielle Visceralchirurgie, Proktologie, Koloproktologie (EBSQ), St. Antonius Krankenhaus, Köln
Prof. Dr. med. D. Rohde, Urologische Klinik, Malteser Krankenhaus St. Hildegards, Köln
Dr. med. Frank Schellhammer
Frau A. Lindinger-Klein
8. Deutscher Urogynäkologie-Kongress, Berlin, 21. – 23. April 2016
2 x jährlich Harninkontinenz/Beckenbodenstörungen im Rahmen unserer regelmäßigen internen Fortbildungen.
Urogynäkologische Sprechstunde

mittwochs 12:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Terminvereinbarung unter 0221/3308-1321


Proktologische/ Chirurgische Sprechstunde

mittwochs 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Terminvereinbarung unter 0221/3308-1600
Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten bei Blasen-/ Darmentleerungsstörungen, Beckenbodenschwäche und Inkontinenz 

Informationsveranstaltung für Patientinnen und Patienten, Betroffene und Interessierte im Festsaal des Krankenhaus der Augustinerinnen
10.05.2017 um 17:00 Uhr



Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.
Friedrich-Ebert-Str. 124
34119 Kassel
Hotline 01805- 233440
HOMEPAGE

Kontakt und Auskunft

Krankenhaus der Augustinerinnen
Jakobstraße 27 – 31
50678 Köln

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Fon: 0221/3308-1321

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