Eine Einrichtung der Stiftung der Cellitinnen e.V.
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Kooperatives Brustzentrum

Kooperatives Brustzentrum

Brustkrebs ist der häufigste Tumor der Frau in der westlichen Welt. In der gynäkologischen Onkologie sind Mammakarzinome häufiger als alle anderen gynäkologischen Malignome zusammen. In Deutschland hat in den letzten Jahren die Häufigkeit des Mammakarzinoms weiter zugenommen. Derzeit wird von einer Neuerkrankungsrate von über 65 000 pro Jahr ausgegangen, d. h. in etwa, jede 8. Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens in Deutschland an Brustkrebs.

Die meisten dieser Frauen erkranken spontan, d.h. ohne Nachweis einer eindeutigen genetischen Belastung. Insbesondere in der Früherkennung sind jedoch die Patientinnen von großer Bedeutung, die auf Grund einer hohen familiären Belastung oder einer eindeutigen genetischen Veranlagung ein häufig über 50%iges Risiko haben, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken.


Neben dieser genetischen Veranlagung spielt insbesondere der Einfluss weiblicher Hormone auf die Zellen der Brustdrüse eine zentrale Rolle. Weitere wichtige Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen, sind fettreiche Ernährung, ein deutliches Übergewicht oder eine Strahlenexposition der Brust im jugendlichen Alter.

Die Behandlung der Patientinnen mit Brustkrebs erfolgt in unserem kooperativen Brustzentrum interdisziplinär. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Behandlung ist die individuell abgestimmte integrierte Versorgung. Hierunter versteht man die starke Vernetzung der verschiedenen Kooperationspartner zur Gewährleistung einer hohen Qualität der Patientenversorgung. Die Zusammenarbeit aller beteiligten stationären und ambulanten Fachdisziplinen erlaubt so gleichzeitig eine hoch spezialisierte, aber dennoch individuelle und wohnortnahe Versorgung.

Neben hoch spezialisierter, wenig invasiver Operationstechniken mit dem Schwerpunkt des Brusterhalts wird auch das Sentinel-Lymphknoten-Konzept durchgeführt.

Im Rahmen der wöchentlichen interdisziplinären Tumorfallkonferenz erfolgt eine für jede Patientin individuell „maßgeschneiderte“ Therapieplanung. Diese wird im Einzelgespräch mit der Patientin diskutiert und danach endgültig festgelegt.

Falls eine psychoonkologische Begleitung gewünscht wird, beginnt diese im Krankenhaus und kann in der nachstationären Behandlung begleitend fortgesetzt werden.

In unserem Brustzentrum erleben wir, wie die Diagnose "Brustkrebs" große Ängste bei den Betroffenen auslöst. So verständlich die Sorge um die erkrankte Brust, aber auch um das zukünftige Leben sind: ein Grund zur Panik ist diese Erkrankung nicht. Der überwiegende Anteil der an Brustkrebs erkrankten Frauen kann geheilt werden. Auch ist die früher so häufig durchgeführte Brustamputation heute nur noch in etwa einem Fünftel der Fälle erforderlich.

Diagnostisch kommt neben der Bildgebung (digitale Mammographie, hochauflösende Mammasonographie, MR-Mammographie) die feingewebliche Abklärung mittels minimal invasiver Hochgeschwindigkeits Jetnadelbiopsie zum Einsatz. Durch präzise histologische Untersuchungsmethoden (Prognosefaktoren) ist es möglich geworden, die von einem Brustkrebs ausgehende Gefahr noch genauer einzuschätzen. Damit wurde der Grundstein für eine individualisierte, auf die Bedürfnisse der einzelnen Patientin abgestimmte Therapie gelegt.

In der operativen Behandlung werden insbesondere die wenig invasiven Operationstechniken der lokalen Rotations- oder Verschiebelappen mit dem Schwerpunkt des Brusterhalts sowie das Wächterlymphknoten-Konzept zur Verringerung der Rate an Lymphschwellungen des Armes durchgeführt. Insbesondere bei großen Einzelknoten (solitäre Tumoren, T2/T3) wird auch der neoadjuvante chemotherapeutische Therapieansatz angewendet, um die Chance auf einen Brusterhalt zu verbessern.

Im Rahmen der wöchentlichen, von allen beteiligten Fachdisziplinen besetzten Tumorfallkonferenzen erfolgt eine individuell „maßgeschneiderte“ Therapieplanung. Die von diesem Expertengremium vorgeschlagene, ggf. durchzuführende operative, chemotherapeutische, hormonelle, strahlentherapeutische und/oder immunologische Behandlung wird im Einzelgespräch mit der Patientin diskutiert und erst danach endgültig festgelegt. Die Zusammenarbeit aller beteiligten stationären und ambulanten Kooperationspartner erlaubt so gleichzeitig eine hoch spezialisierte, aber dennoch individuelle und wohnortnahe Versorgung. Falls eine psychoonkologische Begleitung gewünscht wird, beginnt diese im Krankenhaus und kann in der nachstationären Behandlung begleitend fortgesetzt werden.

Diagnostische Verfahren
- Sorgfältige klinische Untersuchung der Brust und der Achselhöhle
- Hochauflösender Ultraschall der Brust
- Gegebenenfalls mikroskopische Untersuchung von Zellen aus dem Brustgewebe
- Gewebeentnahme durch eine Hochgeschwindigkeitsjetnadelbiopsie der Brust und feingewebliche Abklärung unklarer Brusttumoren mit Schnellschnittdiagnostik
- Weitergehende histologische Untersuchung des Gewebes auf Hormonempfindlichkeit, HER-2/neu-Status sowie weiterer Proliferationsmarker
- Eventuell Veranlassung weitergehender Untersuchungen wie Mammographie und Kernspintomographie der Brust oder Vakuumsaugbiopsie

Operative Verfahren in der Brustchirurgie
Brusterhaltende Verfahrensweisen
- Tumor-Segment-Quadranten-Resektionen, wenn notwendig auch mit vorheriger sonographischer, mammographischer oder MR-mammographischer Markierung
- Volumenausgleich bzw. Defektdeckung über lokale glanduläre Adaptationstechniken
- Rotationslappen, Rotationsmastopexien
- Laterales Thoraxwandadvancement

Ablative Brustchirurgie
- Mastektomie (Entfernung der gesamten Brustdüse), einfach oder erweitert

Axilläre Chirurgie
- Sentinellymphknotenbiopsie (mit Radionuklid und/oder Farbstoffmarkierung)
- Konventionelle axilläre Lymphonodektomie (vollständige Ausräumung der Achsellymphknoten)
- Axilläres Lymphknotensampling (Entfernung vereinzelter tastbar veränderter Lymphknoten)


Psychoonkologie
Die Verbindung von Körper, Geist und Seele spiegelt sich im Nerven- und Immunsystem wieder. Entsprechend der persönlichen Geschichte jedes Einzelnen kann die Diagnose Krebs traumatisierende Auswirkungen haben und unter Umständen zu körperlichen und seelischen Folgeerscheinungen führen.



So können zum Beispiel Schwächungen des Immunsystems, Depressionen, Konzentrations- und Schlafstörungen, Angstzustände, Panikattacken, Erschöpfungszustände, etc. über Jahre die Lebensqualität beeinträchtigen. So wie Freude, Lachen und Mut einen positiven Effekt auf die Abwehrlage ausüben, können Niedergeschlagenheit, Angst und negativer Stress unser Immunsystem schwächen. Nicht selten wird die Diagnose Krebs als eine schwere Lebenskrise empfunden und überfordert in ihrer Bedrohung die Erkrankten. Anders als bei einem plötzlichen Unfall oder Angriff besteht bei der Diagnose Krebs keine Möglichkeit der Verteidigung oder der Flucht.



Aus diesen Überlegungen heraus wird in unserer Klinik eine gezielte psychotherapeutische Behandlungsmethode bzw. psychotherapeutische Begleitung und Beratungsform bereits während des stationären Aufenthaltes angeboten
Seit 2005 arbeitet die Frauenklinik im Krankenhaus der Augustinerinnen mit dem Brustzentrum des St. Elisabeth-Krankenhaus Köln-Hohenlind zusammen. Als Kooperationspartner firmieren wir in diesem Rahmen als operativer Standort, die Vorstellung unserer senologischen Patientinnen erfolgt in der interdisziplinären Tumorfallkonferenz im Brustzentrum Köln-Höhenlind.

Gynäkologie
Chefarzt Prof. Dr. med. J. C. Schmolling

Krankenhaus der Augustinerinnen

Radiologie
Chefarzt Dr. med. F. Schellhammer

Krankenhaus der Augustinerinnen


Brustzentrum
St. Elisabeth-Krankenhaus
Chefärztin Dr. med. C. Schumacher

Werthmannstr. 1

50935 Köln

Fon: 0221 / 4677 -1306

Fax: 0221 / 4677 -1308

Strahleninstitut im CDT (Centrum für Diagnostik und Therapie)
Dipl-Phy. Dr. med. J. Jennissen

Dr. med. M.-E. Heckmann

Dr. med. U. Müller-Wilms

Dr. med. A. Ricke

Dr. med. T. Jamitzky


Turiner Str. 2

50668 Köln

Fon: 0221 / 9128500

Homepage

Gemeinschaftspraxis für Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin
Dr. med. M. Gofferjé

Dr. med. U. Ohlenschläger

Dr. med. U. Reinwand

Dr. med. N. Goesmann

A. Martini

Dr. med. P. Jost


Ringstraße 2c

50996 Köln

Fon: 0221 / 3587100

Homepage

pioh köln zentrum
 - Praxis internistischer Onkologie und Hämatologie
Dr. med. I. Kátay

PD Dr. med. M. Reiser


Richard-Wagner-Straße 13-17

50674 Köln

Fon: 0221 / 922868-0

Fax: 0221 / 922868-18

info@pioh-koeln.de

Gemeinschaftspraxis für Hämatologie und Onkologie - Onkologie am Sachsenring Köln
Prof. Dr. med. S. Schmitz
Dr. med. K. Severin
Dr. med. H. T. Steinmetz
Sachsenrin 69
50677 Köln
Fon: 0221 / 9318220
Fax: 0221 / 9318229
praxis@onkologie-koeln.de
9. Brustkrebskongress Köln 2016
11. Düsseldorfer Brustkrebs-Konferenz 2016
Senologische Sprechstunde
mittwochs 13:00 Uhr – 15:00 Uhr
und individuell nach telefonischer Vereinbarung

Fon: 0221 / 3308 – 1321

Privatsprechstunde Prof. Dr. med. J. C. Schmolling
dienstags 13:30 Uhr – 18:00 Uhr
mittwochs 09:00 Uhr – 12.30 Uhr
donnerstags 13:30 Uhr – 18:00 Uhr
und individuell nach telefonischer Vereinbarung

Fon: 0221 / 3308 - 1321
Deutsche Krebshilfe
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AGO Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V.
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Brustkrebs Deutschland e.V.
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Kontakt und Auskunft

Krankenhaus der Augustinerinnen
Jakobstraße 27 – 31
50678 Köln

Brustzentrum
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