Eine Einrichtung der Stiftung der Cellitinnen e.V.
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Leistungsspektrum

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Hand und Handgelenk

Verletzungen | Erkrankungen | Therapien

Handgelenknahe Brüche des Unterarmes (z. B. distale Radiusfraktur)

Distale Radiusfraktur (handgelenksnaher Speichenbruch)

Die distale Radiusfraktur (handgelenksnaher Speichenbruch) ist der häufigste Bruch des Menschen. Dieser Bruch ist häufig mit einem Bruch der Elle vergesellschaftet, die jedoch nur selten mitversorgt werden muss.

Das Hauptaugenmerk liegt somit auf den gelenkbildenden Anteilen der Speiche. Neben dem Gelenk zwischen Speiche und Handwurzelknochen gilt es das körperferne Ellen-Speichengelenk (DRUG) korrekt wiederherzustellen. Beide Gelenke zusammen mit dem körpernahen Ellen-Speichen-Gelenk (PRUG) ermöglichen die notwendige Beweglichkeit des Unterarmes zur Steuerung der Hand.

Neben dem konservativen Vorgehen und der reinen Reposition (Wiedereinrichtung des Bruches) werden in Abhängigkeit der Bruchform und Lokalisation (winkelstabile) Platten, Schrauben, Drähte und / oder Fixateur externe verwandt. Hier spiegelt die Anzahl der Versorgungsverfahren die Vielfalt der Frakturformen wider. Eine Entlastung des Armes ist in der Regel für 5-6 Wochen notwendig. Zur Wiedererlangung der Beweglichkeit schließt sich hier eine ausführliche krankengymnastische Übungsbehandlung an. Indikation und Zeitpunkt der Materialentfernung hängen von gewählten Osteosyntheseverfahren und Patientenalter und -gesundheit ab.

Brüche der Handwurzelknochen

Die häufigste und zumeist auch therapiebedürftige Fraktur der Handwurzel ist der Bruch des Kahnbeines (Scaphoid). Sie resultiert meist aus einem Sturz auf das extendierte Handgelenk.

Üblicherweise wird der Bruch durch die klinische Untersuchung zusammen mit einer Röntgenaufnahme festgestellt, zur Therapieplanung kann ein CT (Schichtröntgen) seltener auch ein MRT notwendig sein. Neben der konservativen Therapie und Gipsruhigstellung für 6-12 Wochen (!) gibt es Bruchformen, die nur mit einer Operation sicher versorgt werden können. Eine operative Behandlung ist notwendig bei verschobenen oder handgelenksnahen Frakturen. Ebenso muss operiert werden, wenn es im Rahmen einer konservativen Therapie zur Störung der Bruchheilung oder zu einem Verschieben der zunächst gut stehenden Frakturfragmente kommt. Hierzu wird zumeist eine besondere Schraube verwandt, die über einen kleinen Hautschnitt eingebracht werden kann.

Deutlich seltener kommen auch Brüche anderer Handwurzelknochen vor, die zumeist ohne Operation behandelt werden können.

Riss der Kahn- und Mondbein verbinden Bänder (SLD)

Eine weitere Operationsindikation besteht, wenn es zum Riss der Kahn- und Mondbein verbinden Bänder kommt (SLD). Bei der Behandlung werden die geschlossen reponierten Knochen durch Bohrdrähte in Position gehalten, eine anschließend notwendige Ruhigstellung erfolgt in der Gipsschiene für 6-8 Wochen.

Brüche der Mittelhand

Ursächlich sind häufig Stürze auf die Hand, aber auch Schläge mit der geschlossenen Faust typische "Boxerverletzung"). Durch körperliche und röntgenologische Untersuchung wird die Diagnose gestellt. Bei unverschobenen Brüchen und stabil reponierten Brüchen schließt sich eine 3-4 wöchige Gips- („intrinsic-plus-Stellung“) oder Verbandruhigstellung („Willmen“-Verband) an. Mit einer Vollbelastung kann hier 6 Wochen nach Unfall begonnen werden.

Ist der Bruch jedoch stark verschoben oder gesplittert, in jedem Fall nicht stabil konservativ zu versorgen, oder ist das Gelenk beteiligt, so ist eine operative Versorgung empfohlen. Zur Stabilisierung verwenden wir Drähte, Minifixateure, Minischrauben und Miniplättchen. Über eine evtl. zusätzliche Gipsruhigstellung muss im Einzelfall entschieden werden. Die Metallentfernung wird bei Schrauben und Platten nicht in jedem Fall durchgeführt, Drähte sollten entfernt werden. Brüche von Fingern Fingerfrakturen entstehen oft im Rahmen einer Sportverletzung durch direkte Gewalteinwirkung oder axiale Stauchung (z.B. durch Ball oder Gegenspieler). Die Röntgenaufnahme des betroffenen Fingers sichert die Diagnose.

Bei unverschobenen Brüchen und stabil reponierten Brüchen schließt sich einer 1-2 wöchige Gipsruhigstellung eine Pflasterverbandbehandlung (buddy splint) an. Mit einer Vollbelastung kann hier 6 Wochen nach Unfall begonnen werden.

Handelt es sich jedoch um einen offenen Bruch, einen Bruch mit Gelenkbeteiligung (mehr als ein Drittel der Gelenklinie) oder ist dieser stark verschoben oder gesplittert, in jedem Fall nicht stabil konservativ zu versorgen, so wird eine operative Versorgung empfohlen. Zur Stabilisierung verwenden wir Drähte, Minifixateure, Minischrauben und Miniplättchen. Über eine zusätzliche Gips- oder Pflasterverbandruhigstellung muss im Einzelfall entschieden werden. Die Metallentfernung wird bei Schrauben und Platten nicht unbedingt durchgeführt, Drähte sollten entfernt werden.

Sehnenverletzungen an der Hand

Strecksehnenverletzung: Üblicherweise kommt es zu Verletzungen der Strecksehnen durch scharfe, direkte Gewalteinwirkung, also durch Schnitt-, Säge- oder Stichverletzungen. Aber auch eine Ruptur mit oder ohne Ausriss eines Knochenfragmentes durch stumpfe Gewalt kommt vor.

Die Kenntnis der Anatomie des Strecksehnenapparates der Hand ist Voraussetzung für die richtige Diagnosestellung und Behandlung.

Offene Strecksehnenverletzungen müssen operativ durch eine Naht versorgt werden. Unter Umständen kann auch die vorübergehende Versteifung eines Fingergelenkes durch einen in Narkose eingebrachten Draht bis zur Ausheilung erforderlich sein. In jedem Fall muss bis zur Ausheilung eine Gipsruhigstellung (so genannter umgekehrter Kleinertgips) des betroffenen Fingers für ca. 4-6 Wochen durchgeführt werden. Nach initialer Ruhigstellung von einer Woche, erfolgt die Dynamisierung des Kleinertgipses wobei der betroffene Finger über einen am Fingernagel befestigten Gummizügel gegen Widerstand gebeugt werden kann, zur Streckung jedoch aufgrund des Gummizügels keine Kraft aufgewendet werden muss. Durch diese Anordnung wird ein Verkleben der Sehne und damit eine Funktionseinbusse verhindert.

Nicht offene Sehnenrupturen, die meist die Sehne auf Höhe des Endgelenkes betreffen, können auch durch konsequente Ruhigstellung des Endgelenkes für 8 Wochen in einer speziellen Schiene therapiert werden.

Beugesehnenverletzung der Hand: Üblicherweise kommt es zu Verletzungen der Beugesehnen durch scharfe, direkte Gewalteinwirkung, also vor allem durch Schnitt-, Säge- oder Stichverletzungen. Durch die enge anatomische Nachbarschaft der Beugesehnen zu den Gefäßen und Nerven der Finger können diese mitverletzt sein. Es kommt bei der Schädigung eines Nervs zu einem Verlust des Berührungsempfindens der Haut körperfern der Verletzung.

Sehnen- wie auch Nervenverletzung werden so bald wie möglich durch spezielle Nähte operativ versorgt werden. Zur Nervennaht wird ein spezielles Operationsmikroskop verwendet. Nach der Naht einer Beugesehne erfolgt die Nachbehandlung im Kleinertgips. Nach initialer Ruhigstellung für eine Woche erfolgt die Dynamisierung des Kleinertgipses, wobei der betroffene Finger über einen am Fingernagel befestigten Gummizügel gegen Widerstand gestreckt werden kann, zur Beugung jedoch aufgrund des Gummizügels keine Kraft aufgewendet werden muss. Durch diese Anordnung wird ein Verkleben der Sehne und damit eine Funktionseinbusse verhindert. Dieser Gips wird für 6 Wochen belassen.

Kapsel-Band-Schädigung an der Hand Kapsel-Bandverletzungen sind häufig Folge einer axialen Stauchung eines Fingers durch direkte Gewalteinwirkung. Die bekannteste Kapsel-Band-Verletzung der Hand ist der Riss des ellenseitigen Seitenbandes an der Grundgliedbasis des Daumens (sog. „Skidaumen“), der aufgrund der resultierenden Instabilität des Grundgelenkes operiert werden sollte. Nicht selten kommen auch knöcherne Bandausrisse vor, so dass bei der operativen Versorgung das Knochenfragment, z. B. durch eine Feinfragmentschraube befestigt werden muss. Eine Ruhigstellung des Gelenkes für 1-2 Wochen mit anschließendem Pflasterverband (buddy-splint) wird empfohlen.

Kontakt

Krankenhaus der Augustinerinnen
Klinik für Allgemein-, Visceral-, Thorax- und Unfallchirurgie
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Chefarzt:
Prof. Dr. med. K. Tobias E. Beckurts


Sekretariat:
Angelika Diefenthal
Fon: 0221/3308-1301
Fax: 0221/3308-1559


Notfallambulanz:
Fon: 0221/3308-1600, -1601
Fax: 0221/3308-1606

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Fon: 0221/3308-1481

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