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Operative Verfahren

Operative Verfahren

Gebärmutterentfernung

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Operationsmethoden

Es gibt vier verschiedene Verfahren der Hysterektomie. Welche operative Methode angewandt wird, hängt von der zugrundeliegenden Erkrankung, den anatomischen Verhältnissen der Scheide bzw. der Gebärmutter und der körperlichen Verfassung der Patientin ab.

Vaginale Hysterektomie

Mit Hilfe spezieller Instrumente wird die Gebärmutter durch die Scheide entfernt. Nachdem die Gebärmutter (sowie evtl. die Eierstöcke) schrittweise von dem umgebenden Gewebe getrennt und herausgelöst ist, wird die Bauchhöhle und der Scheidenstumpf mit Nähten verschlossen. Voraussetzungen für die Entfernung der Gebärmutter über die Scheide sind eine ausreichende Mobilität der Gebärmutter und Weite der Scheide. Im Vergleich zu einem Bauchschnitt bietet diese Methode zum einen den kosmetischen Vorteil, dass keine sichtbare Narbe hinterlassen wird, zum andere leiden die Patientinnen nach der Operation weniger unter Schmerzen und erholen sich in der Regel schneller von der Operation. In ca. 60 - 70 % der Fälle kann in unserer Klinik die Gebärmutter auf diesem Weg entfernt werden.

Laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie (LAVH)

Die Gebärmutter wird über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) aus dem umgebenden Gewebe gelöst und anschließend durch die Scheide entfernt. Neben der Scheideneröffnung sind einzelne kleine Schnitte in der Bauchdecke und am Bauchnabel notwendig, über die eine Kamera und Instrumente (Trokare) in die Bauchhöhle eingeführt werden, um die Präparation der Gebärmutter von dem Gewebe durchzuführen. Mittels der Bauchspiegelung (sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie) kann eine abdominale Hysterektomie oftmals vermieden werden. Auch können Eierstöcke, welche möglicherweise über eine einfache vaginale Hysterektomie schwer erreichbar sind, leichter mitentfernt werden.

Laparoskopisch assistierte suprazervikale Hysterektomie (LASH)

Hierbei wird der Gebärmutterkörper mittels laparoskopischer Operationstechniken oberhalb des Gebärmutterhalses abgetrennt und entfernt. Die Gebärmutterentfernung ist somit unvollständig (subtotale Hysterektomie), da der Gebärmutterhals bestehen bleibt. Die Scheidenverhältnisse werden während des Eingriffs nicht angetastet und anatomisch nicht verändert. Die Hauptindikationen für eine LASH sind Myome und eine Adenomyosis uteri [Endometriose]. Dieses Verfahren darf nur durchgeführt werden, wenn keine bösartige Erkrankung oder Vorstufen eines Gebärmutterkrebses vorliegen. Da der Gebärmutterhals nicht mitentfernt wird und an dieser Stelle weiterhin bösartige Veränderungen auftreten können, ist es notwendig, dass die Patientin bereit ist, auch nach der Operation regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen wahrzunehmen. Eine weitere Voraussetzung ist die Akzeptanz der Patientin zu möglichen geringgradigen postoperativen Periodenblutungen aus dem Gebärmutterhals, die in 10 - 15 % der Fälle auftreten. Vorteile dieser Operation, verglichen mit einer abdominalen Hysterektomie, sind eine postoperative raschere Erholung und Beschwerdebesserung der Patientin bei oftmals verkürztem Krankenhausaufenthalt. Dieses OP-Verfahren wird bei uns in zunehmender Häufigkeit bei 30 - 50 % aller Patientinnen durchgeführt.

Totale laparoskopische Hysterektomie (TLH)

Bei diesem Verfahren erfolgt eine komplette Entfernung der Gebärmutter mittels mikroinvasiver Techniken (Schlüssellochchirurgie). Die von der Scheide abgetrennte Gebärmutter wird meist vaginal geborgen. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass vaginal nur eine äußerst geringe Traumatisierung erfolgt. Dafür muss allerdings ein endoskopischer Zugang vorgenommen werden. Vor- und Nachteile im Vergleich zur vaginalen Hysterektomie müssen im Einzelfall gut abgewogen werden.

Abdominale Hysterektomie

Hierbei wird die Bauchhöhle über einen Unterbauch-Querschnitt im Bereich der Schamhaargrenze (Laparotomie über Pfannenstielschnitt), selten durch einen Längsschnitt entlang der Mittellinie, eröffnet, die Gebärmutter aus dem umliegenden Gewebe gelöst und entfernt. Dieses Verfahren kommt vor allem dann zum Tragen, wenn die Gebärmutter sehr groß ist (z.B. bei Myomen). Auch bei Krebserkrankungen des Gebärmutterkörpers (Korpus) bzw. des Gebärmutterhalses (Zervix) ist oft ein Bauchschnitt indiziert, welcher dem Operateur einen großzügigen Einblick in das Operationsgebiet gewährt. Zudem bietet diese Methode die Möglichkeit, falls notwendig, neben der Gebärmutter auch problemlos die Eierstöcke (Ovarektomie) und die umliegenden Lymphknoten (Lymphonodektomie) zu entfernen oder evtl. vorhandene Verwachsungen in der Bauchhöhle zu lösen (Adhäsiolyse).

Welche späteren Folgen führt eine Gebärmutterentfernung mit sich?

Eine Schwangerschaft ist nach einer Hysterektomie nicht mehr möglich. Die Monatsblutung bleibt zukünftig aus (Ausnahme: mögliche diskrete Blutungen nach einer LASH). Solange nicht zusätzlich zu der Gebärmutter auch beide Eierstöcke (in denen die Geschlechtshormone produziert werden) mitentfernt werden, sind keine hormonellen Einbußen im Sinne von einsetzenden Wechseljahren zu erwarten. Das sexuelle Empfindungsvermögen ist nach einer Hysterektomie in der Regel nicht eingeschränkt.

Durch die Entfernung der Gebärmutter, dem zentralen Organ im kleinen Becken, werden die anatomischen Verhältnisse verändert. In Folge einer Verlagerung der einzelnen Organe sind später auftretende Senkungen von Scheide, Blase und Mastdarm nicht gänzlich auszuschließen

Kontakt

Krankenhaus der Augustinerinnen
Frauenklinik - Gynäkologie
Jakobstraße 27 – 31
50678 Köln

Chefarzt:
Prof. Dr. med. Jan C. Schmolling


Sekretariat:
Gabriele Köhne, Dorothee Kamp, Manuela Krischer, Gabriele Sonn, Beatrix Steinmetz
Fon: 0221/3308-1321
Fax: 0221/3308-1328


Beckenbodenzentrum Köln-Süd
Brustzentrum / operativer Standort

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